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Das trockene und heiße Wetter der letzten Wochen hat den Rebstöcken an Saale und Unstrut allerhand abverlangt. Im klaren Vorteil sind dabei die Pflanzen, die schon einige Jahre auf dem Buckel hatten und entsprechend tiefe Wurzeln getrieben haben. Dennoch zeigt sich die Haupt-Rebschutzwärtin der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut, Franziska Zobel, zufrieden mit den vorläufigen Ergebnissen der 2026er Bonitur-Runde: „Wir rechnen mit sehr guten Qualitäten für diesen Jahrgang, darauf verweisen schon jetzt die Analysewerte. Die Menge wird sich wohl zwischen 2,0 und 2,2 Millionen Liter Wein einpegeln, wenn die Natur keine weiteren Überraschungen aus dem Hut zaubert.“ Überraschungen, wie sie die Höhnstedter Winzer im Juli erleben mussten, als ein Hagelschauer vor allem in den höheren Lagen deutliche Spuren hinterlassen hat.

Da sieht es in der Anlage der Familie Tümmel im Dorndorfer Rappental schon entspannter aus. Seit 1978 steht hier auf einem Viertelhektar vornehmlich Silvaner, bewirtschaftet von den Brüdern Wilfried und Hartmut Tümmel. Die Boniturkommission bescheinigte der Winzerfamilie gute Weinbergsarbeit. Die vergebenen Punkte fließen dann ein in das Traubengeld, mit der die Genossenschaftsmitglieder vergütet werden.

Drei Bonitur-Kommissionen begehen in dieser Woche die Rebanlagen der 320 Genossenschaftsmitglieder. Die belegen mit 380 Hektar fast die Hälfte des Saale-Unstrut-Anbaugebiets. Wenn am 24.8.2026 die letzten Begehungen in das interne Datennetz eingepflegt sein werden, wird auch der mögliche Erntestart festgelegt. Derzeit sieht es danach aus, dass die Hauptlese – wie bislang üblich – nach dem Freyburger Winzerfest starten wird und damit voraussichtlich am 14.9.2026. Eine Woche vorher jedoch werden bereits die Trauben gelesen, auf deren Basis dann der Federweiße für das Winzerfest gekeltert wird.