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Als die Winzervereinigung erstmals zu einem kleinen Weihnachtsmarkt einladen wollte, war schnell klar: Wir brauchen Glühwein! Genügend Rotwein lagerte in den Tanks und Fässern der Genossenschaft, aber erst verschiedene Zutaten verzaubern diesen in das begehrte Heißgetränk. Das erlösende Know-how lieferte Vertriebsleiterin Viola Werner. Gestartet wurde mit bescheidenen 170 Litern, nach einem Familienrezept im „Home Office“ kreiert. Das war 2005. Der Erfolg stieg von Jahr zu Jahr. Nach drei, vier Jahren waren es dann schon 380 Liter. Dann war auch die Grenze der Heimarbeit erreicht. Gleichzeitig stieg die Nachfrage auch nach Glühwein in der Flasche, der dann ab 2012 abgefüllt wird.

Mittlerweile werden etwa 100.000 Flaschen pro Jahrgang verkauft, Tendenz steigend. Dazu kommt der Eigenvertrieb von loser Ware vor allem über die Weihnachtsmärkte.

Das Design hat sich seitdem geändert, und neue Produkte kamen dazu. Seit 2014 steht Heißer Willi auf dem Etikett, in Anlehnung an das Freyburger Wahrzeichen, ein Wehrturm namens Dicker Wilhelm. Hier wird vorwiegend Dornfelder verarbeitet. 2016 ergänzt ein Weißer Willi das Angebot, eine Cuveé vorrangig aus Silvaner, Weißburgunder und / oder Müller-Thurgau. Schließlich vervollständigt die Rosé-Variante Pinker Willi seit 2023 das Sortiment.

Zudem nimmt der Eigenvertrieb mit loser Ware zu, der für den Tresenverkauf konfektioniert wird. Die jüngsten Weihnachtsmärkte in Jena, Erfurt und Halle stimmen optimistisch. Die Glühweine landen bei unabhängigen Verkostungen (meist durch die Lokalzeitungen) stets auf den vorderen Plätzen. Das ist dem hohen Anspruch geschuldet, der sich in dem Motto widerspiegelt: „Unser Willi schmeckt nach Wein und Weihnachten!“. Das genaue Rezept wird allerdings nicht verraten. Nur so viel, der Glühwein besteht zu 100 Prozent aus eigenen Trauben von „Saale-Unstrut“. Das sorgt für einen charaktervollen Genuss, der nicht vom Zucker erschlagen wird. Darauf ist Kellermeisterin Kathleen Romberg besonders stolz.