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Aktuelles

Der dreitägige Dauerfrost vom 13.-15.Februar in Saale-Unstrut hat die Weinanlagen in diesem Qualitätsanbaugebiet nachhaltiger geschädigt, als ursprünglich angenommen. So haben Temperaturen bis minus 25 Grad vor allem im Unstruttal bei vielen Rebstöcken das Stammholz massiv angegriffen.

Die Pflanzen können dadurch schlechter oder gar nicht mehr versorgt werden, so dass viele von ihnen abgestorben sind. „Wir schätzen den kommenden Ertrag auf etwa 40 hl/ha, das entspricht nur der Hälfte einer guten Ernte“, beziffert Geschäftsführer Hans Albrecht Zieger den erwarteten Verlust. Das wäre die vierte Ernte in Folge, die weit hinter den langjährigen Lesemengen der Genossenschaft steht.

Nach dem Austrieb im Frühjahr zeichneten erste Begehungen noch ein anders Bild. Da schien sich der Verlust auf etwa nur 20 Prozent einzuspielen. Mittlerweile ist klar, dass nicht nur viel weniger Trauben zu erwarten sind. Ein nicht unerheblicher Anteil der Rebstöcke ist nach dem Austrieb regelrecht abgestorben und muss nun ersetzt werden. „Wahrscheinlich werden wir in den nächsten Jahren jeden siebten Rebstock neu pflanzen“, beschreibt Zieger die kommenden Aufgaben. Das führe zu einer nachhaltigen Beeinträchtigung zukünftiger Ernteerträge.

Die aktuellen Schäden hätten durchaus etwas mit dem Klimawandel zu tun, erklärt sich Hans Albrecht Zieger die Situation: „Die heißen, zu trockenen Sommer der letzten drei Jahre haben die Pflanzen erheblich gestresst und geschwächt. So hatten sie auch den Frösten kaum etwas entgegen zu setzen.“ Auch deshalb sei es wichtig, jetzt die Pläne für Bewässerungsanlagen zu forcieren.