| Müller-Thurgau – Der unkomplizierte Genuss |
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Heute gilt der Müller-Thurgau weltweit als erfolgreichste Neuzüchtung und
stellt innerhalb der Winzervereinigung und im Saale – Unstrut Gebiet die
Hauptanbausorte dar.
Ihren Namen verdankt diese Rebsorte Herrn Prof. Dr. Herrmann Müller aus dem
Schweizer Kanton Thurgau, der sie 1882 im rheingauischen Geisenheim
züchtete. Gekreuzt wurde der Müller-Thurgau nach neuesten Erkenntnissen aus
einem Riesling und der Madeleine royal. Ein angenehmer Muskatton und der
Duft nach Äpfeln zeichnen diesen leichten, frischen Wein aus. Müller –
Thurgau wird sehr zeitig nach der Ernte abgefüllt. Als junger Wein zeigt er
seine Vorzüge am besten.
Rebfläche: ca 71 ha
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| Silvaner – Der ideale Menüwein |
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Der Silvaner kam 1670 von Österreich in das Saale-Unstrut-Gebiet und war
lange Zeit die wichtigste Rebsorte im Anbaugebiet. Nach jüngsten
Erkenntnissen ist der Silvaner eine Kreuzung aus den Rebsorten
Österreichisch-Weiß und Traminer. Unserer Silvaner sind feinfruchtige,
frische Weine mit einem dezenten Duft und mittleren Körper und können kein
hervorstechendes Bukett nachweisen. Gerade in der Spargelzeit wird der
Silvaner gern serviert, außerdem passt er ausgezeichnet zu Fischgerichten,
sind ideale Essensbegleiter aufgrund ihrer zurückhaltenden Art.
Rebfläche: 35 ha
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| Weißburgunder – Frische und Eleganz |
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Die Ursprünge des Weißburgunders reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück.
Damals als Pinot blanc bekannt, ist der Weißburgunder wahrscheinlich durch
eine Mutation aus einem Ruländer (Grauburgunder) entstanden. Im 16.
Jahrhundert verbreitete sich die Rebsorte über Europa und fand ihren Platz
auch in Deutschland. Pikant, fruchtig spritzig mit einem Bukett von Apfel,
Aprikose, Ananas und Zitrus entstehen aus dem Weißburgunder vollmundige,
elegant harmonische Weine, die in der Winzervereinigung einen besonderen
Stellenwert haben. Im hochwertigen Qualitätsbereich eignet er sich für den
Ausbau als Selektionswein, Spätlese und Barriquewein. Wie der Riesling gibt
der Weißburgunder einen hervorragenden Winzersekt ab. Als Qualitätswein und
Spätlese passt der Weißburgunder gut zu leichten Fleisch- und
Fischgerichten. Der im Holzfass gereifte Weißburgunder ergänzt sich gut mit
Lamm und Jungwild.
Rebfläche: ca. 36 ha
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| Riesling – Der große Klassiker |
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Riesling, die Königin unter den Weißweinsorten, ist eine alte deutsche Rebe,
die erstmals 1430 erwähnt wurde und heute als eine der wichtigsten und
besten Weißweintrauben gilt. Aufgrund ihrer Rasse und Eleganz mit einem
Bukett von Pfirsich und Aprikose sind Rieslingweine der Winzervereinigung
passende Begleiter für leichte kulinarische Genüsse wie Fisch und Geflügel.
Aufgrund seiner Frucht und einer natürlichen Säure eignet sich der Riesling
besonders für die Versektung. Die Winzervereinigung nutzt dieses seit vielen
Jahren.
Rebfläche: ca. 24 ha
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| Kerner – Lebendiger, kerniger Tropfen |
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Die Liebhaber unseres Kerner schätzen sein fruchtiges, rassiges,
rieslingähnliches Bukett. Wobei er intensiver als der Riesling ist. Der
Kerner, nach dem Dichter Justinus Kerner benannt, ist eine Kreuzung aus
Trollinger und Riesling, die 1929 gezüchtet wurde. Dieser Weißwein passt
besonders gut zu Salaten, Frischkäse, Spargel, Fisch und Geflügel. Ebenso
wie Weißburgunder und Riesling wird auch der Kerner bei uns als Winzersekt
ausgebaut. In Form einer Spätlese bringt er ein kräftiges Bukett hervor.
Rebfläche: 22 ha
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| Bacchus – Verführerischer Duft |
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Der Bacchus ist noch relativ jung; er wurde erst 1972 in die Sortenliste
eingetragen. Die Rebsorte, eine Kreuzung zwischen Müller-Thurgau und
(Riesling x Silvaner), zeichnet sich besonders durch ihre Frucht aus. Die
lieblich ausgebaute Varianten stellen für jüngere Leute einen Einstieg in
die Welt der Saale – Unstrut Weine dar. In der Winzervereinigung bringt die
Bacchusrebe besonders würzige, frische Weine, mit einem angenehm blumigen
Bukett hervor.
Rebfläche: 19 ha
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| Grauburgunder – Von modernem Format |
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Grauburgunder wird bei uns traditionell im Holzfass, aber auch im
Barriquefass ausgebaut. Die rotgrauen Trauben bringen Weine mit einem vollen
Bukett von Birne, Äpfeln und Trockenobst hervor, die je nach Reife
unterschiedliche Qualitätsstufen erreichen können. Er wird in anderen
Weinanbaugebieten auch als Ruländer bezeichnet, was auf den Kaufmann Johann
Ruländer zurückgeht, der die Burgunderrebe 1711 in einem Garten vorfand und
vermehrte. Deshalb werden in der Winzervereinigung aus den Grauburgundertrauben
Spätlesen, Selektionsweine, Auslesen, aber auch Barriqueweine kreiert.
Ähnlich wie Weißburgunderweine sind diese Weine zu Fleisch-, Fisch- und
Wildgerichten zu empfehlen.
Rebfläche: 15 ha
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| Traminer – Vom Duft der Rose |
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Der Traminer ist ein Wein, der besonders von Liebhabern bukettreicher Sorten
hochgeschätzt wird. Mit dem angenehm aromatisch-würzigen nach Rosen
duftenden Bukett hat dieser Wein längst seine individuelle Fangemeinde im
Anbaugebiet und darüber hinaus gefunden. Die Herkunft des Traminers ist
nicht eindeutig geklärt, gleichwohl zählt er zu den bekanntesten Rebsorten,
obwohl er weltweit nur auf ca. 5000 ha angebaut wird. Ein Bukett von
Akazienhonig und Rosen charakterisiert den typischen Saale-Unstrut-Traminer.
In der Winzervereinigung werden diese hervorragenden Weine zu Spätlesen
ausgebaut.
Er passt gut zu kräftigen Käsesorten wie dem Blauschimmelkäse, aber auch zu
asiatischer Küche. Durch Rasse, Kraft und Fruchtigkeit eignet er sich
bestens für die Herstellung von Likören.
Rebfläche: ca. 18 ha
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| Gutedel – Die leichte Besonderheit |
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Der Gutedel stellt eine Spezialität dar, die neben dem Saale – Unstrut
Gebiet nur noch im Markgräfler Land angebaut wird.
Gutedel ist die älteste Kulturrebe, die bereits im alten Ägypten vor 5.000
Jahren bekannt war. Sie wird seit dem 17. Jahrhundert in Deutschland
angebaut. Die Trauben des Gutedels in der Winzervereinigung bringen einen
leichten, sehr bekömmlichen Wein hervor, der als mild-harmonischer Wein
besonders viele seine Freunde findet. Er stellt den idealen Abendbegleiter
dar.
Rebfläche: 12 ha
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| Hölder – Eine fruchtige Spezialität |
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Benannt wurde diese außerordentliche seltene Rebsorte nach dem Dichter
Friedrich Hölderlin. Ursprünglich im Rheingau angebaut, ist die Hölderrebe
heute deutschlandweit nur noch auf
12 ha zu finden. Hölder wurde erst 1987 in die Sortenliste aufgenommen.
Die Weine sind kräftig, fruchtig und haben einen ausgeprägten
Riesling-Charakter. Spitzenjahrgänge, wie 2005, werden bei uns gesondert
ausgebaut. Mehrfach entstanden schon hervorragende Eisweine aus der
Hölderrebe.
Rebfläche: ca. 1 ha
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